Erstens ist ein Fall der US-Immobilienpreise um 20% ein viel heftigerer Schock für die US-Wirtschaft als beispielsweise das Platzen der Internet-Blase, denn die Eigenheimbesitzer sind viel stärker verschuldet als die Dotcom-Investoren es waren. Zweitens kommt die Einladung der US-Notenbank Fed an die Investmentbanken, sich am „Discount Window“ zu finanzieren, einem Eingeständnis gleich, dass die Investmentbanken „zu gross sind, um liquidiert zu werden“. Der Preis dafür dürfte aber die Anwendung der strengeren Reserveanforderungen für Geschäftsbanken auf Investmenbanken sein, was höhere Kapitalkosten für Investmentbanken zur Folge hätte. Drittens dürfte der „Charakter“ des Kreditnehmers wieder wichtiger werden als die von Rating-Agenturen validierten Vermögenswerte, die den Verbriefungen in Asset-backed Securities zugrunde liegen. Besonders Garantien des Staates dürften „den Charakter stärken“.
Viertens bestehen Amerikas Politiker darauf, dass keine Steuergelder verwendet werden, um Wall Street oder Immobilienspekulanten aus der Patsche zu helfen. Auf die eine oder andere Weise werden die Steuerzahler das aber doch tun. Sie zahlen die Zeche jetzt schon mit tieferen Zinsen auf Spargelder und steigender Inflation als Resultat der Liquidität, die ins System gepumpt wird. Einen schönen Geburtstag wünsche ich mir da!