Einstürzende Pyramiden
Credit Default Swaps (CDS) zur Absicherung von Kreditausfallrisiken waren ein wichtiger Baustein der jüngsten Pyramide und sehr populär in unregulierten Anlagevehikeln wie „Structured Investment Vehicles“ (SIV) oder „Conduits“. Die Beliebtheit hing mit dem geringen Kapitaleinsatz zusammen, den CDS erfordern. Um als Käufer eines CDS vor dem Zahlungsausfall eines Emittenten geschützt zu sein, muss der CDS-Verkäufer aber das Geld zur Kompensation haben.
Gemäss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich waren Ende 2007 CDS im Wert von 43 Billionen Dollar ausstehend. Die „Kapitalreserven“ der unregulierten Anlagevehikel bestehen aber nur aus Eigenkapital- und nachrangigen Tranchen, die lediglich zehn oder zwanzig Prozent der gesamten verkauften Tranchen ausmachen. Mit dem Anstieg der Zahlungsausfälle schrumpfen diese Reserven der Conduits. Nähert sich die Ausfallrate in 2008 der historischen Norm von 1,25 Prozent, könnten nach Verwertung der Sicherheiten Verluste von 250 Milliarden Dollar oder mehr entstehen. Dies könnte Kredite weiter verknappen.