Investitionen sind seit dem Hoch in 2006 um 200 Milliarden Dollar gesunken. Höhere Arbeitslosigkeit und Energiekosten werden den US-Konsum bald um 300 Milliarden Dollar unter das Niveau ziehen, auf dem er gemäß historischer Konjunkturwachstumsraten sein sollte. Wenn Konsum und Investitionen um 500 Milliarden fallen, müssen Staatsausgaben zum Ausgleich auf der anderen Seite der makroökonomischen Grundgleichung um denselben Betrag steigen. Die Staatsausgeben, Herr Präsident, das sind Sie. Und weil das Defizit bereits vor Ihrem Amtsantritt um die 500 Milliarden Dollar betragen wird, werden Sie bis 2011 voraussichtlich bei 1 Billion liegen.
Die volle Wirkung des Defizits auf die Inflation wird sich wohl erst entfalten, wenn der Zenit beim Haushaltsminus überschritten ist. Demnach hätten die Renditen von Staatsanleihen mit mittleren und langen Laufzeiten die Talsohle aber bereits durchschritten und würden während Ihrer Amtszeit kontinuierlich steigen. Ihre Präsidentschaft wird also nicht als „anlegerfreundlich“ in die Geschichte eingehen.