Ein korrektes Inflationsmaß ist unter anderem für die Bewertung von Bonds wichtig. Wenn die Kernrate der Inflation bei drei statt zwei Prozent läge, müssten die nominalen Anleihenzinsen heute um einen Prozentpunkt höher notieren. Eine dadurch ausgelöste Anpassung des Anlegerverhaltens könnte eine Preiskorrektur bei US-Anleihen um fünf Prozent bewirken. Hmmm?
Welche Möglichkeiten stehen Anlegern also offen? Erstens sollten Staatsanleihen in Euro oder US-Dollar und zweitens inflationsgeschützte Anleihen nicht bevorzugt werden. Attraktiver sind drittens Rohstoffwerte und ausländische Aktien, deren Kurs-/Gewinnverhältnis durch eine realistischere Inflationsberechnung und daher realistischere nominale Vergleichsrenditen bei Anleihen besser fundiert ist. Viertens sollten diese Werte in Währungen denominiert sein, hinter denen echtes reales Wachstum steht. Fünftens sind Volkswirtschaften mit ähnlichen Daten wie die BRIC-Länder eine offensichtliche Wahl für Geldanlagen. Hmmm!