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Die Finanzmärkte haben sich scheinbar beruhigt und dank steigender Lagerhaltung dürfte sich auch die Konjunktur etwas erholen. So kommt sogar Zuversicht auf, dass wir zur gewohnten Normalität zurückkehren. PIMCO vertritt dagegen die These einer „neuen Normalität“, in der Wirtschaftswachstum, Gewinnmargen und Anlageerträge auf Grund des globalen Fremdkapitalabbaus und der Re-Regulierung geringer ausfallen.
Für diese Prognose bedarf es keines ökonometrischen Modells, sondern gesunden Menschenverstandes: Seit 2007 haben die US-Konsumenten einen Vermögenskollaps in Höhe von mindestens 15 Billionen Dollar erlitten. Schätzungen zur globalen Vermögensvernichtung liegen bei einem Vielfachen. Wenn Konsumenten sich so viel ärmer fühlen, scheint klar, dass der Konsum sinkt und die Sparquote steigt. Das US-Wirtschaftswachstum dürfte künftig eher um 2 Prozent als um 3,5 Prozent pendeln.
Wenn die Wirtschaft dauerhaft 1,5 Prozentpunkte langsamer wächst, geht auch das Gewinnwachstum entsprechend zurück – ein konstantes Verhältnis zwischen Kapital, Arbeit und öffentlichem Sektor vorausgesetzt. Aber zum Leidwesen der Investoren wird ihr Anteil am Kuchen auch im Vergleich zu Lohnempfängern und Regierung schrumpfen. Die neue Normalität wird nicht investorenfreundlich sein, und der Ausblick für Risiko-Anlagen wie Aktien, High-Yield-Anleihen sowie Wohn- und Gewerbeimmobilien spiegelt dies wider. Investoren sollten auf sicheres Einkommen aus Anleihen sowie Aktien mit hohen, stabilen Dividenden setzen.