Aber war es notwendig und sinnvoll, den US-Kapitalismus des 21. Jahrhunderts in eine kaum verschleierte Neuauflage des New Deal der 30er Jahre zu transformieren? Diese Frage wird unbeantwortet bleiben. Geschichte lässt sich nicht zurückspulen, um zu sehen, was gewesen wäre, wenn.
Auch die künftigen politischen Entscheidungsträger müssen sich der Realität stellen und nicht irgendeiner Wunschwelt. Dasselbe gilt für Investoren. Sie sollten sich im Klaren sein, dass das Scheckheft der Regierung 2009 und darüber hinaus die wichtigste Kaufkraftquelle sein wird. Antizipieren Sie, was die Regierung kaufen wird, und kaufen Sie dasselbe – nur früher: Mortgage-Backed Securities (MBS) der US-Agencies wie Fannie Mae und Freddie Mac, Vorzugsaktien von Banken, vorrangige Bankschuldverschreibungen oder ABS mit AAA-Rating.
Demgegenüber legen US-Staatsanleihen mit Inflationsschutz nicht sofort zu, wenn Uncle Sam das Scheckheft zückt. Sie profitieren aber, sobald die Bemühungen, die Wirtschaft zu reflationieren, Wirkung zeigen. Investoren sollten sich zudem Firmenanleihen guter Bonität anschauen: Hier gibt es derzeit oft Renditen von sechs Prozent und mehr für mittlere Laufzeiten.
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